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Wenn die Katze beim Tierarzt zur Bestie wird

Unter Rubrik „Leser helfen Lesern" in unseren Zeitschriften „Geliebte Katze" und „Ein Herz für Tiere" können die Leser Kontakt mit anderen Tierfreunden aufnehmen, um Tipps und Ratschläge bitten, sich austauschen und gegenseitig helfen.

Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de

Carli ist ein zwei Jahre alter Maine-Coon-Kater. Er ist lieb und niemals aggressiv. Nur bei der Tierärztin erkennt Heike Burghardt ihren Carli nicht wieder. Er schreit, knurrt, faucht und beißt um sich, hat der Helferin neulich sogar schon durch den dicken Lederhandschuh gebissen. Er ist dann so blind vor Angst und Wut, dass er sogar nach seiner Besitzerin beißt, wenn sie ihn anfasst. Nur mit Ach und Krach ist es möglich, ihm die Impfspritze zu geben. Sein Verhalten fing nach einer Routineuntersuchung an, nachdem eine Magenschleimhautentzündung erfolgreich behandelt worden war. Wer weiß Rat?

Hier einige der Antworten:

Ginger, inzwischen 14 Jahre, hat den Knacks wohl nach der Kastration bekommen, bei der man ihr wohl sehr wehgetan hat. Inzwischen habe ich zum Glück eine sehr tolerante Tierärztin gefunden, die auch die nötige Ruhe hat und sich von dem Fauchen etc. nicht abschrecken lässt. Anfangs habe ich von der Tierärztin für Ginger Beruhigungspillen bekommen, die ich eine Stunde vor dem Termin verabreichen musste, mit der Folge, dass sie zu Hause torkelte, aber auf dem Untersuchungstisch doch noch so viel Adrenalin freisetzte, dass sie sich wehrte und in den Zwangskäfig musste. Für Impfungen packe ich sie nunmehr in eine weiche Sporttasche mit Reißverschlüssen von jeder Seite, so dass man, um an ihr Hinterteil für die Spritze zu kommen, bequem vorne die Katze in der Tasche festhalten und hinten kurz für die Verabreichung der Spritze den Reißverschluss aufziehen kann.
(Astrid Emanuel, Hilden)

Kater Urmel, erst ein Jahr alt, faucht, schreit, knurrt, kratzt und beißt beim Tierarzt, fängt an zu hecheln und will sich in Panik oft auf meine Schulter retten. Bei Impfungen muss er von drei Personen festgehalten werden. Dasselbe passiert auch bei Ausstellungsrichtern, anscheinend kann unser Urmel den Geruch von Desinfektionsmitteln nicht leiden, dachten wir. Doch wir lagen falsch. Wir fanden nämlich heraus, dass unser Urmel keine Frauen mag und sich nicht gerne von ihnen anfassen lässt.
(V. Meier, per E-Mail)

Meine Tierärztin legt ein Netz über meine Katzen, die sich beim Tierarzt auch wie Bestien aufführen, und dreht das Netz zusammen. So kann geimpft und abgehorcht werden, ohne dass jemand verletzt wird. Vorher nehme ich selbst Rescue-Bachblütentropfen gegen den Stress, und meine Katzen bekommen sie auch. So überstehen wir’s alle besser.
(L. Knake-Schmidt, Garbsen)

Unsere Katze ist wie der Blitz aus der Kiste gesprungen und hat den Tierarzt angefallen. Er hat sich aber richtig verhalten und die Katze nicht noch mehr erschreckt, er hat sie einfach aufgefangen und gestreichelt. Vor allem nicht mit Handschuhen angefasst, das ist ein großer Fehler. Das ruhige Verhalten des Tierarztes hat ihr den „Spaß“ an der Attacke genommen, sie ließ es dann einfach sein. Nach unserem Umzug will sie auch nicht mehr in die Transportbox, sie beißt, faucht und pinkelt vor Panik. Ich habe begonnen, sie an die Leine zu gewöhnen, und mittlerweile geht es auch schon so gut, dass es zur Not so zum Tierarzt geht.
(Stefanie Teusch, Solingen)