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BSE - Ein Risiko für die Katze?
Kann meine Katze BSE bekommen? Ist Fertigfutter sicher? Diese Fragen beschäftigen die Halter von Katzen nach den ersten positiven BSE-Tests bei deutschen Rindern.
Während beim Hund bisher kein einziger Fall von BSE bekannt wurde, schockte Katzenbesitzer die Meldung von Großkatzen in Zoos, die offensichtlich an BSE erkrankten und starben. Außerdem sind bisher rund 70 Fälle von erkrankten Katzen bekannt. Trotzdem muss kein Katzenbesitzer in Panik geraten. Großkatzen sind mit rohem Fleisch gefüttert worden. Fälle von BSE bei Katzen, die mit Fertignahrung gefüttert wurden, sind nicht bekannt. Im Gegensatz zu den Politikern, der Fleischindustrie und den Bauernverbänden haben die Hersteller für Hunde- und Katzenfutter früh reagiert.
Wie die Katze vor BSE schützen?
Schon 1990 verzichteten die namhaften Hersteller auf Rindfleisch aus Großbritannien. Bald darauf auf so genanntes Risikogewebe wie Hirn, Rückenmark oder Milz, und zwar bevor diese Gewebe in Lebensmitteln für den Menschen verboten wurden. Fertigfutter wird unter strengen Kontrollen hergestellt. Die Markenhersteller verwenden nur Rohstoffe, die auch für den menschlichen Verzehr geeignet wären. Garantien auf völlige BSE-Freiheit kann trotzdem niemand geben. Denn über die Krankheit ist immer noch viel zu wenig bekannt.
Wie aber die Katze vor BSE schützen? Auf fleischliche Nahrung für Katzen zu verzichten ist kein Weg. Denn vegetarische Kost führt vor allem bei der Fleischfresserin Katze zu tödlichen Mangelerscheinungen. Fertigfutter stellt sich aus den oben genannten Gründen als ziemlich sicher dar. Unter den Servicenummern der Futterhersteller kann man sich über deren Maßnahmen zur BSE Vorbeugung informieren. Diese Servicenummern stehen auf den Futterpackungen.
Selber für die Katze kochen
Wer selbst für seine Katze kocht, sollte auf einwandfreie Rohstoffe Wert legen. Rohes Schweinefleisch gehört nicht in den Napf, denn es kann den gefährlichen Aujeszky-Virus in sich bergen, der bei den Vierbeinern unweigerlich zum Tode führt. Rinderhirn, -rückenmark und -milz sollten ebenfalls gemieden werden. Fleisch von Pferd und Geflügel ist nach dem heutigen Kenntnisstand gefahrlos. Doch alles Fleisch sollte immer gut gegart werden, denn es können sich Krankheitskeime und Parasiten darin befinden.
Was nicht in den Futternapf gehört
- Rohes Fleisch, insbesondere Schweinefleisch: Es besteht Infektionsgefahr!
- Roher Fisch: Vitamin-B- und E-Mangel, Infektionsgefahr!
- Rohe Eier: Vitamin-B-Mangel und Gefahr allergischer Reaktionen, Infektionsgefahr!
- Wurst: zu fett, zu stark gewürzt.
- Vegetarische Kost: tödliche Mangelerscheinungen bei Katzen.
- Essensreste: zu fett, zu stark gewürzt.
- Süßigkeiten: Zahnschäden; Schokolade ist für Vierbeiner giftig!
- Zwiebeln und Avocado: sind für Vierbeiner giftig! (Barbara Welsch, Tierärztin)












