Katzenfutter - Selbst gemacht

Kochen Sie gern? Und suchen nach Rezepten, weil Ihnen (oder Ihrer Katze) nach mehr Abwechslung zumute ist? Dann ran an die Töpfe ... Und keine Sorge: Sie dürfen auch vorkochen und einfrieren.

Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de

Sicherheitshalber sei vorab erwähnt, dass die Sache mit der Geburtstagsüberraschung möglicherweise ein Eigentor werden könnte, weil Katzen von Fremdem auf dem Teller meist nicht begeistert sind, besonders, wenn sie bisher außer Fertigfutter nur Fertigfutter kannten. Und haben Sie z. B. beim Kochen nie Häppchen vom rohen Schnitzel etc. abgegeben, kann es vorkommen, dass die Katze gar nicht weiß, was sie damit anfangen soll.

Grundrezept

Zunächst ein paar Tipps – nicht nur für Barfer: Wenn Sie rohes Herz vom Rind, Lamm oder Geflügel geben, machen Sie vorher das Fett ab, es schmeckt nicht. Leber sollten Sie nur in kleinen Mengen roh geben, weil es u. a. eine stark abführende Wirkung hat. Die Nieren sind Filterorgane für Schadstoffe und sollten a) nicht roh verfüttert und b) vor dem Garen trotzdem einige Stunden in Milch eingelegt werden. Und: Kartoffelbrei eignet sich nicht zum Einfrieren, er ist stets frisch zuzubereiten.

  • Ein Teil Reis (oder Hafer-, Getreideflocken, Maisgrieß) mit zwei Teilen klein geschnittenem Gemüse (Karotten, Brokkoli, Spargel, Spinat etc., je nach Eigengeschmack mehr oder weniger, aber keinen Lauch-/Zwiebelgewächse) zusammen mit einer Prise Salz und einem Esslöffel Butter sowie eventuell ein bisschen frische Petersilie oder andere Kräuter weich garen; danach gut vermischen, mit dem Garwasser die wunschgemäße Konsistenz herstellen und mit der Rohfleischration portionsweise einfrieren. Oder Sie mischen das Frische vor dem Servieren unter.
  • Sie können den frisches Futteranteil auch mitgaren, wenn Sie nichts Rohes geben möchten und Ihre Katze gekochtes Fleisch akzeptiert.
  • Nach dem Auftauen Mineralstoff-Vitamin-Mischung jeweils frisch zusetzen und handwarm servieren. Vitaminhefeflocken können Sie auch drüberstreuen.

Ihrer Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Abwechslung erreichen Sie durch variierende Gemüsesorten je nach Saison und dadurch, dass Sie einmal Reis nehmen und ein andermal Haferflocken etc. Wenn Ihre Katze ein Faible für Kräuter hat, lassen sich damit genauso verschiedene Geschmacksnuancen erzielen. Was akzeptiert oder verweigert wird, müssen Sie testen, im Notfall wechseln Sie nur das Frische – oder umgekehrt.

Kochen für die Katz’

Die folgenden Rezeptvorschläge eignen sich besser zum frischen Verzehr, können aber auch gekühlt aufbewahrt werden (und sollten dann kurz in die Mikrowelle) und auch vorgefrostet werden, weil die Mengenangaben mehrere Portionen ergeben. Die Mineralstoff-Vitamin-Mischung darf, falls es sich um ein festliches Menü und nicht um Alltagskost handelt, ausnahmsweise weggelassen werden! Mieze wird sich freuen ...

  • 200 g Fisch ohne Gräten in wenig Salzwasser (1 Prise) garen, mit ¼ Tasse gekochtem Reis und 1 Teelöffel Butter verrühren. Falls zu trocken, mit Garwasser lockern.
  • 100 g Lammfleisch in etwas Öl rundherum rosa anbraten (wenn Sie’s „durch“ haben möchten: vorher klein schneiden), mit einer Prise Kräuter und etwas Fleischbrühe noch kurz köcheln lassen und z. B. mit etwas Kartoffelbrei servieren.
  • 1 Hühnerbrüstchen in 1 Teelöffel Butter weich dünsten, klein schneiden und alles mit 1 Esslöffel gekochter Teigwaren und 1 Teelöffel Eigelb vermischen.
  • 200 g klein geschnittene Hühnerherzen mit 1 Esslöffel gehackter Leber kurz in Butter anbraten, dazu ¼ Tasse gekochten Reis, mit Frischkäse nach Geschmack verfeinern.
  • 100 g Rinderhackfleisch mit 100 g klein geschnittenem Rinderherz kurz in heißer Butter oder Öl schwenken, beiseitestellen; 1-2 geraspelte Möhren und 1 Esslöffel Spinat ins Fett geben, mit etwas Brühe aufgießen, weich garen und dann vermischen.
  • 100 g gekochten Schinken und 1 kernweich oder hart gekochtes und kleingeschnittenes Ei, 1 Prise Salz, 1 Tomate (aus der Dose) mit so viel Joghurt vermischen, dass eine schöne Konsistenz entsteht.

Und ... und ... und ... Guten Appetit! (Christine Klinka)