Kater findet nicht mehr nach Hause

Unter der Rubrik „Leser helfen Lesern" in unseren Zeitschriften „Geliebte Katze" und „Ein Herz für Tiere" können die Leser Kontakt mit anderen Tierfreunden aufnehmen, um Tipps und Ratschläge bitten, sich austauschen und gegenseitig helfen.

Der neun Monate alte kastrierte Kater „Leo“ wird jeden Morgen nach draußen gelassen. Das Ehepaar Finger ist berufstätig und kommt erst am späten Nachmittag wieder nach Hause. Normalerweise kam „Leo“ nach mehrmaligem Rufen angerannt. In letzter Zeit jedoch kommen des Öfteren Anrufe, dass sich Leo Nachbarskindern angeschlossen hat, oder dass er einfach jemandem (meist Kindern oder Jugendlichen) zugelaufen ist (der „Auffinderadius“ wird übrigens immer größer!). Herr Finger ist ratlos.Hier einige der Antworten:Der Kater will sich offensichtlich ein schöneres Zuhause suchen. Er hat keinen Spielkameraden, keinen Ansprechpartner, keinen Zufluchtsort bei Gefahr. Niemanden, der mit ihm schmust, spielt oder ihm hilft, wenn er es braucht. Wahrscheinlich wird Ihr Kater den Radius so weit ausdehnen, bis er einen Tierfreund findet, der ihn nicht mehr nach Hause schickt. Sie können von Glück sprechen, wenn er nicht anderweitig zu Schaden kommt. Vielleicht findet sich jemand, der sich tagsüber einfach mal mit Leo beschäftigt und ihn in der Urlaubszeit versorgen könnte, allerdings in Ihrer Wohnung? Zeigen Sie Leo, dass Sie sich auf ihn freuen, wenn Sie nach Hause kommen! (Monika Malingriaux-Briem, Jucken)
 
Wir fürchten, dass Ihr Kater eines Tages gar nicht mehr nach Hause kommt. Ich würde den ganzen Ablauf mit ihm ändern: Lassen Sie Leo tagsüber drinnen. Beschäftigen Sie sich einige Zeit mit ihm, wenn Sie nach Hause gekommen sind, und lassen ihn danach erst raus. Wenn er draußen ist, rufen Sie ihn immer mal, damit er ein Zugehörigkeitsgefühl bekommt. Nachts sollte er drinnen bleiben. Vielleicht lassen Sie ihn morgens noch mal kurz raus, locken ihn mit Futter wieder, das Sie ihm erst geben, kurz bevor Sie das Haus verlassen. Ich würde auch eine zweite Katze anschaffen, damit Leo Gesellschaft hat. (Hannelore Eschert, per e-mail)
 
Momentan habe ich drei Katzen im Alter von vier Jahren. Als ich sie bekam, waren sie zwölf Wochen alt, und ich musste dem Katzenverein versprechen, sie nicht rauszulassen bevor sie ein Jahr alt sind, weil ihr Orientierungssinn vorher nicht ausgeprägt ist. Dann habe ich sie stundenweise an ihre Freiheit gewöhnt, und das hat super geklappt. So haben sie langsam ihre Umgebung ausgekundschaftet. Bei uns kommt es auch immer wieder vor, dass junge Katzen nicht mehr nach Hause finden. Sie können die Gefahren nicht richtig einschätzen und sind sehr zutraulich zu Fremden. Vielleicht können Sie Ihren Stubentiger noch im Haus behalten, bis er ein Jahr alt ist. (Hanne Srowig, per e-mail)
 
Kater Leo ist ja noch sehr jung und muss sich erst an die Umgebung gewöhnen. Vielleicht lässt er sich noch an Leinenhaltung gewöhnen. Dann lassen Sie ihn tagsüber drin und gehen nach Feierabend mit ihm spazieren. Unter Umständen baut er auf diese Weise ein Vertrauensverhältnis zu Ihnen auf, und Sie können abschätzen, ob Sie die Leine nach und nach weglassen können. Katzen haben nämlich an sich ein gutes Orientierungsvermögen und finden im Umkreis von 5 km problemlos zurück. Bieten Sie ihm zu Hause weitere Anreize, die eine Rückkehr für ihn auch attraktiv machen: Zuwendung, eine zweite Katze, interessantes Spielzeug. (Jessika Moser, Freiburg)

Wichtig: Sollte auch Ihre Katze einmal entlaufen, statten Sie Ihre Helfer mit einem Foto Ihrer Katze aus, damit sie bei Nachbarn und Passanten gezielt nach genau diesem Tier fragen können.
Hier haben wir für Sie einen Flyer "Katze entlaufen" als PDF vorbereitet, den Sie hier bequem herunterladen können.
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Dieser Flyer ist auch in unserem Notfallkarten-Set enthalten, das Sie ebenfalls herunterladen können.
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