Studie: Katzenwahl nach Persönlichkeit

Eine Umfrage der britischen Organisation Feline Advisory Bureau (FAB) bestätigt: Die Erbanlagen und ersten Erfahrungen eines Kätzchens prägen seine Persönlichkeit fürs Leben.

Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de

Die Organisation Feline Advisory Bureau (FAB) führte unter 1.853 Katzenbesitzern in Großbritannien eine Umfrage zum Thema Katzenpersönlichkeit durch. 60 Prozent der Teilnehmer besaßen Hauskatzen, 40 Prozent Rassekatzen. Bei der Umfrage wurden bewusst Katzen unterschiedlicher Herkunft berücksichtigt, was zu aufschlussreichen Ergebnissen geführt hat.

Interessantes Ergebnis

Ein Drittel der Katzen stammte aus Tierheimen. Hiervon waren nur fünf Prozent Rassekatzen. Fast die Hälfte der Katzen stammte von Züchtern, zehn Prozent davon waren Hauskatzen. Bei fast zwei Dritteln der Besitzer hatten die Katzen als Jungtiere unbeschränkten Auslauf bekommen, ein Drittel durfte sich in den ersten acht Wochen nur in einem Zimmer aufhalten oder lebte in einem Gehege im Garten. 69 Katzen wuchsen, bis sie acht Wochen alt waren, in einer Kolonie verwilderter Katzen auf. 149 Besitzer hatten ihre Katzen selbst aufgezogen.

Ein Themenschwerpunkt der Studie: Was bestimmt den Charakter der Katze: Erbgut oder Prägung? Eindeutiges Ergebnis: Selbst bei sehr geringem Kontakt mit dem Vater beeinflussen seine Charaktereigenschaften die Persönlichkeit der Jungen. So kann ein Kätzchen, dessen Vater gesellig, liebevoll und extrovertiert ist, dieselben Eigenschaften aufweisen. Der genetische Einfluss der Mutter ist natürlich ebenfalls entscheidend. Von ihr jedoch erlernen die Jungen auch ihr Verhalten, während sie heranwachsen. So ist nicht immer klar zu trennen, was nun Anlage und was Umwelt ist.

Die ersten acht Wochen prägen für’s Leben

Man geht davon aus, dass in den ersten acht Wochen das Fundament der Persönlichkeit einer Katze gelegt wird. Wer in dieser Zeit mit ihr zusammen ist, prägt sie für das ganze Leben. Tatsächlich waren laut Umfrage Katzen, die von Hand aufgezogen wurden, anspruchsvoller als Katzen, die von ihrer Mutter großgezogen wurden. Sie waren auch zweimal gesprächiger als bei der Mutter verbliebene Katzen. Dabei miauten Kater unter den Hand-Aufgezogenen mehr als Katzen. Katzen, die mit Kindern groß wurden, kommen damit viel besser zurecht als solche aus reinen Erwachsenen-Haushalten. Diese reagierten auf alle Menschen viel scheuer. Auch Katzen, die aus Tierheimen stammten, waren nervöser und schwieriger. Solche Tiere verlangen viel Liebe und Verständnis. Verwilderte Katzen, die die ersten Wochen der Sozialisierungsphase verpasst haben, brauchen ebenfalls sehr geduldige Menschen.

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