Autoreise mit Katze

Es gibt kaum Samtpfoten, die zugunsten eines Autos gerne den sicheren Boden unter sich verlieren. Zumal für die meisten eine solche Autofahrt immer gleichzeitig den Tierarztbesuch bedeutet.

Solche Katzen wie überhaupt alle, die nicht von Welpenbeinen an ans Autofahren gewöhnt wurden, lässt man im Urlaub besser zu Hause. Reiseerfahrene Katzen gehören meistens Besitzern von Campingmobilen und Zweitwohnungen. Sie sind auch während der Urlaubszeit in ihrer gewohnten, "geruchsgestempelten" Umgebung, haben ihre Utensilien und ihre Kistchen bei sich und fühlen sich deshalb wohl. Aber wenn denn unbedingt die Reisepremiere sein muss: Überlegen Sie, ob Sie sich nicht ein Campingmobil ausleihen wollen, oder gewöhnen Sie die Katze lange vorher ans Autofahren.

Sicherheit

Verstauen Sie die Katze so im Auto, dass sie sich weder selbst noch die Mitfahrer gefährdet. Der beste Platz ist in der Transportbox, die sie schon zu Hause inspizieren darf und mit der sie nicht nur zum Tierarzt gebracht wurde, sondern mit der sie angenehme Erlebnisse verbindet. Man kann die Box auch als ständigen Stammplatz im Heim (anstatt Körbchen) anbieten und gibt dann dem Tier das Gefühl, dass es die häusliche Geborgenheit mit auf die Reise nimmt. Das gleiche gute Gefühl vermittelt man, wenn man das gewohnte Körbchen ins Auto stellt. Die warme Decke kann durch ein kühleres Frotteetuch ersetzt werden. Übrigens: In allen Ländern ist es Pflicht, „Sachen“ und „Gepäck“ - dazu werden auch mitreisende Tiere gerechnet - gesichert unterzubringen. In manchen Ländern wie Italien oder Spanien wird dies manchmal sogar kontrolliert und bei Nichtbeachten mit Bußgeld belegt. Dabei reicht es schon, wenn Sie die Katze mit einem Brustgeschirr am Sicherheitsgurt fixieren. Dies ist auch bei einem Unfall wichtig, damit sie nicht in Panik flüchten kann. Aus diesem Grund sollte auch der Transportkorb mit einer zusätzlichen Sicherung versehen sein.

Pausen

Erstes Gebot: Lassen Sie Mieze niemals unbeaufsichtigt im Auto. Es könnte samt ihr gestohlen werden. Oder der Innenraum des Autos könnte eine Temperatur erreichen, die die Katze nicht mehr ertragen kann. Bei 52 Grad Celsius fängt das Leiden an. Und: Schatten kann schnell weichen. Ein längerer Bummel durch den Supermarkt kann Ihr Tier das Leben kosten. Kleine offene Fensterschlitze sorgen nicht für ausreichende Luftzirkulation. Nehmen Sie den Transportkorb immer mit, oder leinen Sie die Katze an. Kein Restaurant wird etwas gegen Ihr miauendes Köfferchen haben. Es sei denn, es wartet mit offenem Speisenbüfett auf. Dann ist die Mitnahme eines Tieres nicht gestattet. Viele Autobahnrestaurants haben solche Büfetts. Weichen Sie deshalb auf Wirtshäuser in Orten neben der Autobahn aus. Und: Setzen Sie die Katze keiner Zugluft aus.

Versorgung

Kein Futter während der Fahrt, und vier Stunden vor der Abreise ebenfalls nicht. Sonst wird vielleicht ein Geschäftchen fällig, und dann wird ’s problematisch.
Bei weniger als fünf Stunden Fahrzeit kein Wasser; danach bieten Sie ein wenig an. Nehmen Sie hierzu das Schüsselchen mit und eine Flasche, die Sie an jeder Raststätte mit Trinkwasser füllen können.
Außerdem nicht vergessen

  • die Grenzpapiere
  • ein Halsband mit Namensschild (während der Fahrt anlegen)
  • Körbchen, Kistchen und gewohnte Utensilien
  • die Reiseapotheke

Tipp

Gewöhnen Sie die Katze schon zu Hause an die Leine, denn sie darf während der gesamten Urlaubszeit niemals frei herumlaufen. Sie könnte ausbüxen. Nehmen Sie sich vorsichtshalber Such-Zettel mit.

Wichtige Adressen

Deutschland:

Österreich:

Schweiz: