Flugreise mit der Katze

Wenn Sie nicht für mindestens vier Wochen verreisen, sollten Sie Katzen die Strapazen eines Fluges ersparen.

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Katzen, meist bis acht Kilo inkl. Transportbox, dürfen bei den meisten Airlines mit in die Kabine, alle anderen müssen in den Gepäckraum. In der Kabine muss Ihr Tier in einer Box untergebracht sein, die die Maße 55 x 40 x 20 cm nicht überschreitet. Sie können einen eigenen Transportbehälter verwenden, wenn er den erforderlichen Maßen entspricht und wasserundurchlässig ist. Darüber hinaus bietet Ihnen Lufthansa an den Check-in-Schaltern kostenlos eine sogenannte "Pet Box" an. Es gibt aber auch reizende Stewardessen, die Ausnahmen zulassen. Tiere werden auch nur in der Kabine mitgenommen, wenn eine bestimmte Anzahl von Haustieren auf dem jeweiligen Flug nicht überschritten wird (gewöhnlich max. vier pro Kabine), und nicht jede Fluggesellschaft erlaubt gleichzeitig Hunde und Katzen an Bord. Daher unbedingt früh buchen!
Bei der Lufthansa gibt es kostenlos die Broschüre „Unser tierischer Service für Hunde und Katzen“ (erhältlich in jedem Lufthansa-Reisebüro) und Informationen zum Verreisen mit Tieren auf der folgenden Webseite.

Wenn die Katze nicht in die Kabine darf

Alle Flug-Transportboxen für Haustiere (Kennels genannt) müssen stabil, ausbruchsicher und wasserdicht sein. Das Tier muss sich darin aufrecht hinstellen, bequem drehen und hinlegen können. Von zwei Seiten muss Luftzufuhr gewährleistet und jegliche Verletzungsgefahr sollte ausgeschlossen sein. Falls das Tier so lange unterwegs ist, dass es unterwegs Futter braucht, muss der Käfig Gefäße für Wasser und Nahrung enthalten. Kissen, Tücher, Holzwolle oder Sägemehl sind zur Auspolsterung erlaubt, nicht jedoch Heu oder Stroh. Solche Transportboxen sind im Zoofachhandel erhältlich, direkt bei den meisten Fluggesellschaften und an großen Flughäfen am Frachtschalter der Lufthansa. Erkundigen Sie sich auf jeden Fall rechtzeitig!

Vermeiden Sie Flüge mit Zwischenaufenthalten

Wählen Sie bei Fernreisen möglichst einen Flug, der nonstop geht, also keine Zwischenaufenthalte mit Aussteigen, Umladen etc. Das verlängert nur den Stress für die Tiere und erhöht die Gefahr, dass sie evtl. falsch eingeladen werden. Damit dem Tier wenigstens ein Teil der Angst genommen wird, sollten Sie die Transportbox mind. fünf Tage vor Abflug kaufen, ihre Katze darin schlafen lassen, sie darin füttern, sodass sie sich an den Käfig und das Eingesperrtsein gewöhnen kann. Schreiben Sie auf jeden Fall neben Ihrem Namen, Adressen und (ggf.) Futteranweisungen den Namen des Tieres mit an die Box, damit das Flugpersonal es anreden kann. So fühlt sich die Samtpfote wenigstens etwas wohler.
Nehmen Sie möglichst die Futternäpfe mit, an die Ihr Tier gewöhnt ist. Dazu geben Sie ihm sein Lieblingsfutter und legen ihm noch ein Spielzeug und etwas, das nach Frauchen oder Herrchen „duftet“, mit in den Käfig. Das beruhigt.

Mittel gegen Flugangst

Wenn Sie von Ihrem Tier wissen, dass es auf Reisen sehr unruhig und nervös reagiert, sollten Sie den massiven Stress des Fluges mit einem Beruhigungs- oder Schlafmittel abfedern. Klären Sie mit Ihrem Tierarzt, welches Mittel für Ihr Tier am besten geeignet ist, und testen Sie es vor Antritt der Reise mindestens einmal, damit Sie am Flughafen keine Überraschung erleben (umgekehrte Wirkung!). Achtung! Die Lufthansa weist darauf hin, dass Beruhigungsmittel in der Höhenluft ca. dreimal so stark wirken wie auf dem Boden.

Ein warmes Kuschelnest für den Flug

Wenn Sie Ihr Tier während eines längeren Fluges schlafen legen, sollten Sie seine Transportbox dick auskleiden. Schlafende Tiere kühlen schnell aus. Geben Sie Ihrem Tier zwölf Stunden vor Abflug zuletzt (nur leichtes!) Futter. So sollte es längere Zeit aushalten, ohne mal zu „müssen“. Bei langen Flugzeiten muss das Tier aber notgedrungen irgendwann in sein „Bett machen“. Polstern Sie die Box deshalb mit saugfähigem Material wie Krankenunterlagen oder einer dicken Lage Küchenpapier. Babywindeln sind dagegen völlig ungeeignet, da sie nicht mit Zellstoff gefüllt sind, sondern mit Kunststoffmaterial, das zu einer gallertähnlichen Masse aufquillt.

Transportkosten variieren

Die Transportkosten variieren von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft, und da wiederum von Strecke zu Strecke. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrem Reisebüro oder direkt bei der Gesellschaft. Darf Ihr Tier als „Handgepäck“ mit in die Kabine, fliegt es für gewöhnlich umsonst. Bei Transport im Laderaum zählt es als Übergepäck, für das unterschiedliche Tarife berechnet werden. Bei einigen Airlines wird das Gewicht von Tier und Box verrechnet mit dem erlaubten Gesamtgewicht Ihres sonstigen Gepäcks, bei anderen zahlen Sie von vornherein für das Gewicht Ihres tierischen Begleiters samt Käfig den üblichen Übergepäcktarif.

Einreisebestimmungen beachten

Wichtig für Flüge ins Ausland sind zudem die jeweiligen Einreisebestimmungen. Verbindliche Auskünfte erhalten Sie bei der Botschaft des jeweiligen Reiselandes, beim Kreisveterinäramt oder bei Ihrem Zuchtverband. Meist wird ein Gesundheitszertifikat oder ein internationaler Impfausweis als Nachweis für durchgeführte Schutzimpfungen verlangt. In einigen Ländern besteht eine mehrmonatige Quarantänepflicht, was einen Urlaubsbesuch von vornherein ausschließt.

GANZ WICHTIG: Verlassen Sie sich nicht nur auf die Auskünfte Ihres Reisebüros. Sich um die Auflagen der Zielländer zu kümmern ist letztendlich ausschließlich Ihre Sache!