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Silversterstress bei Katzen adé
Schreckhafte Tiere mit Geräuschangst können durch Silvester-Feuerwerk in Panik geraten und sich und andere verletzen. Mit einigen Gegenmaßnahmen können Sie die Gefahr verringern:
- Schirmen Sie Ihre Tiere so gut wie möglich vom Trubel ab: Schaffen Sie Rückzugsmöglichkeiten, z.B. hinter dem Sofa oder unter Decken und Kissen, und schließen Sie Fenster und Jalousien.
- Beginnt Ihr Tier, Angst zu zeigen, sollten Sie es nicht „gluckenhaft“ umsorgen, sondern gezielt ablenken, z.B. durch Spiele oder Aufgaben.
- Zeigt es dennoch Panik und bleiben alle Versuche, es abzulenken, erfolglos, dann müssen Sie das Verhalten schweren Herzens ignorieren. Zuwendung würde dann als „Belohnung“ wirken und das ängstliche Verhalten verstärken.
- Bei sehr ängstlichen Tieren kann der Tierarzt Beruhigungsmittel verschreiben, die während der kritischen Stunden eingesetzt werden. Probieren Sie aber schon vorher eine Dosis aus, denn es kann in seltenen Fällen zu gegenteiligen Wirkungen kommen.
- Auf lange Sicht hat sich eine gezielte Verhaltenstherapie bewährt: Das betreffende Geräusch wird ganz leise von CD oder Kassette vorgespielt, während das Tier durch Spiel oder Futterbelohnungen abgelenkt wird. Zeigt es keine Angst, kann die Lautstärke nach einigen Sitzungen ganz allmählich erhöht werden. Auch dabei können Medikamente unterstützend wirken.
- Achten Sie schon bei Welpen darauf, dass sie sich in der Prägungsphase, also etwa bis zur zwölften Woche, an jeglichen Trubel gewöhnen können.
(Dr. med. vet. Thomas Görblich)












